Diesen Blick braucht Europa

Als ich dieses Plakat zur Europawahl zum ersten Mal sah, hatte ich sofort ein ungutes Gefühl. Unbehagen, ja sogar ein leichter Anflug von Furcht und Aggression.

Woran mag das nur liegen? Eine politische Aussage ist nicht vorhanden. Und allein die drei Buchstaben des Parteinamens bringen mich schon lange nicht mehr aus der Fassung.

Es muss also dieses Gesicht sein. Dieses Gesicht!

Ist es dieser Mund? Ist es diese Frisur? Wohl kaum. Aber diese Augen! Schauen Sie sich diese Reptilien-Augen an!

Die Spin-Doktoren der nordrhein-westfälischen CDU überlassen nichts dem Zufall. Sie haben messerscharf analysiert. In Zeiten der Krise sehnt sich unsere Klientel nach Politikern, vor denen man sich endlich wieder fürchten kann. Also verpassten sie ihren Kandidaten auf den Wahlplakaten Reptilien-Augen.

Ob diese Rechnung aufgeht? Wir werden es sehen.

In der Hafenstadt gibt es eine Welle von Vandalismus gegen CDU-Plakate. Die FDP-Plakate hängen alle noch. Mit Politik hat das also nichts zu tun.

 

P.S.:

Lieber Jürgen Elsässer,

ich bin mir ganz sicher, dass Du diese Zeilen liest. Frag doch mal die investigativen Forscher unter Deinen neuen Freunden nach dem wahren Hintergrund dieser Geschichte. Die kennen sich da sicher aus. Soviel ich weiß, konnte bisher niemand widerlegen, dass die Menschheit seit Jahrhunderten von reptiloiden Außerirdischen unterwandert wird. Also ist es wahr. Bekanntlich machte schon Friedrich Engels in seinem Hauptwerk Dialektik der Natur entsprechende Andeutungen.

Du brauchst nicht zu sagen, dass Du die Information von mir hast. Hauptsache, die Wahrheit kommt an das Licht. Von Deinem nächsten Buch erwarte ich dann aber, dass Du uns anleitest, wie endlich das Bündnis der Linken mit Reptiloiden und Konservativen (ich sage nur: Bismarck, Reptilienfonds!!!) geschmiedet werden kann und muss – gegen das US-Finanzkapital. Ich bin schon gespannt. Ich könnte das Buch auch selber schreiben, aber auf mich hört ja keiner.

Ich bau‘ auf Dich allein, wenn ich hoffe

 

Dein Hafenstaedter

Die Neue Rechte

Dieser Werbespot der DVU zur Europawahl ist mit Abstand die komischste Realsatire seit Jahren. Er verdrängt aus dem Stand die „Islamisierungskongresse“ von Pro Köln auf Platz 2 und den Zwergenspot der hessischen NPD auf Platz 3. Und der hoffnungsvolle Neuzugang „Uschi rettet Europa“ landet abgeschlagen auf dem 4. Platz.

Eigentlich verbieten mir ja meine ethischen Prinzipien strikt direkte oder indirekte Werbung für extrem rechte Propaganda. Aber in diesem Fall muss ich eine Ausnahme machen. Diesen Spot muss man einfach gesehen haben!

Ich verrate Ihnen den Link. Aber nur, wenn Sie mir versprechen, ihn ausschließlich zur Erheiterung von Antifaschisten weiterzugeben:

Ich gestehe, von der „Neuen Rechten“ hatte ich mir in meiner jüdisch-bolschewistischen Verblendung bisher völlig falsche Vorstellungen gemacht. Jetzt werde ich aus erster Hand eines besseren belehrt. Andreas Molau und Liane Hasselbarth weisen uns den Weg.

Doch wagen wir einen Blick hinter die Kulissen! Molau war bekanntlich nach seiner Zeit bei der „Jungen Freiheit“ Deutschlehrer in einer Waldorf-Schule (das merkt man seinen Texten immer noch an). Verbirgt sich in dem Tanz der vier untoten Grazien eine versteckte Botschaft? Ganz sicher tanzen sie uns nicht einfach nur ihre Namen vor (ehemalige Waldorf-Schülerinnen wissen, wovon ich spreche). Wahrscheinlich muss man das Video rückwärts ablaufen lassen.

Revolutionäre 1. Mai Demo in Duisburg

In Duisburg-Hochfeld veranstaltete die Polizei am Abend des 1. Mai eine
machtvolle Demonstration. Unter die Beamten mischten sich auch einige
Zivilisten, sie fielen aber in der Masse der Fahrzeuge und Fußsoldaten
kaum auf. Die Gruppe der sogenannten Komplementärbekloppten war
ebenfalls vertreten und zeigte tapfer das Sternenbanner, woraufhin ihre
Freunde freudig und originell skandierten, bei den USA handle es sich um
eine internationale Völkermordzentrale. Der Irre von Neudorf war auch da.

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So wird das nichts mit der Reconquista!

Das katholische ASG-Bildungsforum in Düsseldorf lud am 30. Januar 2009 zu seinem Jahresempfang, und als Höhepunkt war ein Vortrag des Erzbischofs von Madrid und Vorsitzenden der Spanischen Bischofskonferenz Antonio María Kardinal Rouco Varela angekündigt zum Thema „Verbindendes und Trennendes – Zum Verhältnis von Staat und Kirche in Europa“. Rouco Varela hat den Ruf, im konservativen spanischen Klerus einer der konservativsten zu sein. Mehrfach mobilisierte er über 100.000 Demonstranten gegen die sozialdemokratische Regierung unter Joseluis Zapatero. Anders als in Deutschland ist auch die spanische extreme Rechte fast vollständig streng katholisch und auf den einschlägigen Veranstaltungen treten regelmäßig katholische Priester auf. Katholische Neonazis posieren mit dem faschistischen Gruß vor dem Bild des Papstes und katholische Nazi-Skinheads tragen auf Demonstrationen große christliche Kreuze durch die Gegend.

Die Einladung klang vielversprechend, und ich wollte mir dieses festliche Ereignis wenige Tage nach der Wiederherstellung der Einheit der heiligen römisch-katholischen Kirche nicht entgehen lassen.

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Joseph Ratzinger, der Rauch Satans und Tinte aus Blut

Am 21. Januar 2009 erfüllte Papst Benedikt XVI (Joseph Ratzinger) die Forderung der Anhänger des abtrünnigen Erzbischofs Marcel Lefebvre und hob die Exkommunikation des Meisters und der vier 1988 auf eigene Faust geweihten Bischöfe auf. Einer von ihnen ist der bekennende Holocaustleugner Richard Williamson.

Skandalös sind nicht nur die Auftritte von Richard Williamson. Seine Vorträge mit Verschwörungsmythen in Bezug auf Freimaurer und Juden, auf den 11. September und auf die Shoah kursieren seit Jahren im Internet; man braucht nur auf der Videoplattform youtube seinen Namen einzugeben.

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Auch unsere Nazis sind am doofsten

Forderung der „Nationalen Sozialisten – Bundesweite Aktion“, umrahmt mit Aufklebern der NPD-Jugend „Junge Nationaldemokraten“:

„Freiheit – gegen § 136“


(DU-Hochfeld, Rheinpark, Oktober 2008 / Januar 2009)

Strafgesetzbuch
§ 136 Verstrickungsbruch, Siegelbruch

(1) Wer eine Sache, die gepfändet oder sonst dienstlich in Beschlag genommen ist, zerstört, beschädigt, unbrauchbar macht oder in anderer Weise ganz oder zum Teil der Verstrickung entzieht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer ein dienstliches Siegel beschädigt, ablöst oder unkenntlich macht, das angelegt ist, um Sachen in Beschlag zu nehmen, dienstlich zu verschließen oder zu bezeichnen, oder wer den durch ein solches Siegel bewirkten Verschluß ganz oder zum Teil unwirksam macht.
(3) Die Tat ist nicht nach den Absätzen 1 und 2 strafbar, wenn die Pfändung, die Beschlagnahme oder die Anlegung des Siegels nicht durch eine rechtmäßige Diensthandlung vorgenommen ist. Dies gilt auch dann, wenn der Täter irrig annimmt, die Diensthandlung sei rechtmäßig.
(4) § 113 Abs. 4 gilt sinngemäß.

Aber wer weiß, – vielleicht hat das einen tieferen Sinn, und die Kameraden wollten ihrer Verbundenheit mit Herrn Kemna und Herrn Voigt Ausdruck verleihen. Schließlich heißt ihre Ehre ja Treue.