Loveparade-Verfahren eingestellt

Am 24. Juli 2010 starben in Duisburg 21 Menschen. Heute wurde das Loveparade-Verfahren endgültig eingestellt. Niemand wurde verurteilt. Die Verantwortlichen in der Firma des Veranstalters, in der Duisburger Stadtverwaltung, in der Polizei und in der damaligen Landesregierung saßen erst gar nicht auf der Anklagebank. Sie würden es wieder tun.

Die kritische Reflektion in Form einer Wandzeitung, die im Juli 2010 von Unbekannten am Tatort aufgehängt wurde und die hier im Blog dokumentiert wurde, hat sich bewahrheitet.

Foto Copyright Hafenstaedter
30. Juli 2010, Tunnel Karl Lehr Straße

Handgemaltes Plakat im Tunnel Karl Lehr Straße wenige Tage nach der Katastrophe:

Die Menschen aus Mülheim an der Ruhr trauern mit den Angehörigen und Freunden der 20 Opfer. Den Verletzten wünschen wir eine rasche Genesung und viel Kraft für die Verarbeitung der grausamen Erlebnisse vom 24. Juli 2010. Wir im Revier stehen unserer Nachbarstadt Duisburg in diesen schweren Stunden und Tagen freundschaftlich und mitfühlend zur Seite!

Die Loveparade ist am Ende

„Endlich“ haben sie ihr Ziel erreicht! Zuerst wurde die schmuddelige Loveparade aus der Hauptstadt verbannt, dann an einen gewissenlosen Investor verscherbelt und schlussendlich mit inkompetenten Politikern an die Wand gefahren. Große Leistung! Das konservative Bürgertum hat die Subkultur, aus der die Loveparade entstanden ist, zu keiner Zeit akzeptieren geschweige denn verstehen wollen. Sie haben immer nur die Drogen und den Müll gesehen und den Sinn der Loveparade ins Lächerliche gezogen.

Eure elitäre Kultur ist keinen Cent mehr wert!!! – Nur verlogener.

Nicht die Loveparade-Teilnehmer sind für diese vorhersehbare Katastrophe verantwortlich, sondern die feinen Herren der herrschenden Klasse!

Niemand

Niemand wird für den Tod von 20 Menschen die Verantwortung übernehmen. Niemand wird für seine tödlichen Fehler auf der Anklagebank Platz nehmen müssen. Niemand wird von dieser gesteuerten Justiz ein Gerichtsurteil zu erwarten haben. Oder glaubt noch irgendjemand auf dieser Welt an Anstand und Gerechtigkeit? Nein? Also niemand!

 

 

Coronazeit: Rheinpark „Moria evakuieren“

„#LEAVENOONEBEHIND – Moria evakuieren“. Transparent, Rheinpark, Hochfeld, 8.4.2020. Foto: (c) Hafenstaedter

Im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos findet eine humanitäre Katastrophe statt, und die EU-Länder weigern sich zu helfen.

„Ärzte ohne Grenzen fordert angesichts der Coronavirus-Pandemie eine sofortige Evakuierung des Lagers und eine dezentrale Verteilung der Menschen. In dem Lager kommt ein Wasserhahn auf 1300 Personen, Seife zum Händewaschen ist nicht erhältlich und es gibt keine Möglichkeit räumliche Distanz zu wahren. Ein Ausbruch der Krankheit in dem Lager wäre nicht mehr einzuhegen.“ (Wikipedia)

An verschiedenen Stellen in Duisburg wird trotz Versammlungsverbot und Ausgangsbeschränkung die Forderung aufgestellt, den Geflüchteten zu helfen.

 

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