Coronazeit: Rheinpark „Moria evakuieren“

„#LEAVENOONEBEHIND – Moria evakuieren“. Transparent, Rheinpark, Hochfeld, 8.4.2020. Foto: (c) Hafenstaedter

Im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos findet eine humanitäre Katastrophe statt, und die EU-Länder weigern sich zu helfen.

„Ärzte ohne Grenzen fordert angesichts der Coronavirus-Pandemie eine sofortige Evakuierung des Lagers und eine dezentrale Verteilung der Menschen. In dem Lager kommt ein Wasserhahn auf 1300 Personen, Seife zum Händewaschen ist nicht erhältlich und es gibt keine Möglichkeit räumliche Distanz zu wahren. Ein Ausbruch der Krankheit in dem Lager wäre nicht mehr einzuhegen.“ (Wikipedia)

An verschiedenen Stellen in Duisburg wird trotz Versammlungsverbot und Ausgangsbeschränkung die Forderung aufgestellt, den Geflüchteten zu helfen.

 

Coronazeit: „Helden“

„Helden des Alltags…“ Banner, Neudorf, Sternbuschweg, 3.4.2020. Foto (c) Hafenstaedter

Vor den Edeka-Fressnapf-DM Läden am Sternbuschweg/Koloniestraße hängt ein riesiges Banner: „Helden des Alltags – an der Kasse, in der Klinik und anderswo. Danke für euren Einsatz“.

Helden! Die Helden sind jetzt sicher stolz wie Otto und verzichten freiwillig auf Gesundheitsschutz und Lohnzuschlag. Unglücklich das Land, das Helden nötig hat.

Wurde das Banner von Linken oder von Rechten aufgehängt? „Kolleginnen und Kollegen, wir solidarisieren uns mit Euren Forderungen…“ wäre eine linke Parole.

Coronazeit: „Alles wird gut“

Seit März 2020 leben wir auch in der Hafenstadt in der Coronazeit. Trotz Quarantäne und Notstand, trotz der vielen freiwilligen und der vielen erzwungenen Einschränkungen ist die Hafenstadt nicht tot. Unter der gefrorenen Oberfläche regt sich was. Es gibt die guten Menschen und leider auch die Bekloppten. Es lohnt sich das zu dokumentieren. Deshalb wird das Hafenstadt-Blog reaktiviert.

„Alles wird gut!“ Pappschild in den Rheinwiesen in Reinhausen, 8.4.2020. Foto (c) Hafenstaedter

Düstere Zeiten soll man nicht noch mehr verdüstern. Deshalb setze ich an den Anfang ein „Alles wird gut!“, das jemand auf einem Pappschild an einer einsamen Stelle in den Rheinwiesen aufgestellt hat.