Nie wieda Pegida!

Für den Volkstrauertag am 17. November haben gewaltsuchende rechtsextreme Fußball-Hooligans, „Bürgerwehren“ und „Bruderschaften“ eine Kundgebung und Demonstration unter dem Label „Pegida NRW“ in Duisburg angekündigt. Laut rechter Eigenwerbung soll der einschlägig bekannte Aktivist Dominik Roeseler Versammlungsleiter sein und als Redner u.a. der ehemalige Landesvorsitzende der AfD Sachsen Anhalt André Poggenburg auftreten. Angemeldet sind 300 Teilnehmer. Beobachtern zufolge muss  aber eine höhere Teilnehmerzahl von ca. 500 bis 700 befürchtet werden. Die Veranstalter kündigten an, im Gegensatz zu früheren Pegida-Umzügen diesesmal eine ‚deutlich längere und attraktivere‘ Route laufen zu wollen. Der Nazi-Treffpunkt ist um 14 Uhr am Hauptbahnhof. Die genaue Demonstrationsroute wurde nicht benannt, der Weg über die Fußgängerzone ist durch den Weihnachtsmarkt blockiert.

Graffito Duisburg Dellviertel. Übermaltes Hakenkreuz. „Love – No Hate“. Oktober 2019 Foto (c) Hafenstaedter

Erfreulicherweise sind mehrere Gegendemonstrationen angekündigt. Treffpunkte sind der Hauptbahnhof, der Opernplatz vor dem Stadttheater (Altstadt) und der Platz vor dem Theater am Marientor (Dellviertel).

Das Bündnis RiseUp Duisburg trifft sich ab 13 Uhr am Opernplatz zwischen Stadttheater und Hotel Duisburger Hof. Im Aufruf heißt es:

Nazis blockieren sich nicht von alleine, deshalb haben wir für Sonntag ab 13 Uhr eine Kundgebung am Opernplatz in der Innenstadt angemeldet.
Ihr findet uns also zwischen Forum, Amtsgericht und Stadttheater.
Schade, dass man gegenüber der Duisburger Polizei immer erst alle Register ziehen muss um legitimen Protest durchzusetzen. Sollten euch am Sonntag übereifrige Cops aufhalten, bezieht euch auf unsere Kundgebung, nutzt den bereits eröffneten Weihnachtsmarkt oder weicht gegebenenfalls über Nebenstraßen aus. Ihr werdet den Weg zu uns finden.
Unsere Kundgebung soll euch als Anlaufpunkt dienen. Hier bekommt ihr die neusten Infos und Aktionskarten.
Bringt warme und regenfeste Kleidung mit, seid solidarisch und entschlossen. Demosanis werden dankenswerterweise vor Ort sein, eine Aktionskarte sowie EA-Nummer werden wir noch vor Sonntag veröffentlichen.
Beachtet bitte, dass wir wie immer bei unseren Veranstaltungen und Aktionen keinen Bock auf Partei- und Nationalstaatsfahnen haben.
Ansonsten sorgt dafür, dass alle Bescheid wissen, packt eure Freund*innen ein und bildet Bezugsgruppen.
Wir sehen uns am Sonntag auf der Straße.
Verhindern wir gemeinsam das PEGIDA NRW Comeback!

Das Bündnis Duisburg stellt sich quer ruft zur Gegendemonstration um 13:30 Uhr vor dem Theater am Marientor (Dellviertel) auf und zur Demonstration zum Dellplatz. Ab 15 Uhr soll eine Kundgebung am Hauptbahnhof stattfinden. In der Pressemitteilung heißt es:

Duisburger Polizei hält Nazis den Weg frei
Am kommenden Sonntag, den 17. November, rufen neofaschistische Organisationen NRW-weit zu einem Aufmarsch „gegen Terror und Gewalt“ in Duisburg auf. Zynisch – finden wir – da sowohl der Organisator als auch die Unterstützer selbst polizeibekannte Kriminelle sind, gegen die mehrere Haftbefehle wegen verschiedenen Strafdelikten erlassen worden sind. Nach den Terroranschlägen auf Synagogen, Moscheen und linke Einrichtungen durch rechtsextreme Strukturen und Netzwerke in den letzten Monaten, ist es die Pflicht von allen in Deutschland lebenden Menschen, sich dem Hass, der Hetze und der Spaltung konsequent in den Weg zu stellen und der rassistischen Entwicklung innerhalb unserer Gesellschaft Einhalt zu gebieten.
Das bedeutet unter anderem, dass Gegenproteste in direkter Hör- und Sichtweite zum Naziaufmarsch zum Ausdruck gebracht werden müssen. Die Duisburger Polizei beabsichtigt jedoch, erfolgreiche Gegenproteste zu unterbinden und den Duisburgerinnen und Duisburgern das Recht auf Gegenprotest in Hör- und Sichtweite zu nehmen. Im Kooperationsgespräch mit der Duisburger Polizei wurde dies sehr deutlich, indem der Gegendemonstration vom Bündnis „Duisburg stellt sich quer“ nur eine weiträumig entfernte Demoroute zugewiesen wurde. Wir protestieren entschieden gegen dieses Vorgehen der Duisburger Polizei und fordern die Möglichkeit, unseren Gegenprotest in Hör- und Sichtweise zum Ausdruck bringen zu können. Laut § 15 des Versammlungsgesetztes muss eine Gegendemonstration in Hör- und Sichtweite zu einem Naziaufmarsch stattfinden können, damit sie die Chance hat, beachtet zu werden. Wird dies am 17. November in Duisburg nicht gewährleistet, käme dies einem Verbot der Gegendemonstration gleich.
Das Bündnis „Duisburg stellt sich quer“ ruft am kommenden Sonntag, den 17. November, um 13:30 Uhr zur Gegendemonstration vor dem Theater am Marientor auf. Von dort wird der Demonstrationsaufzug Richtung Duisburger Innenstadt ziehen. Anschließend wird ab 15:00 Uhr eine Gegenkundgebung vor dem Duisburger Hauptbahnhof stattfinden.

Das Bündnis DU + Wir ruft zu einer Kulturkundgebung um 13:30 Uhr auf der Bahnhofsplatte auf. Im Aufruf heißt es:

DU+wir
Duisburg, 07.11.2019
Bunt, laut und richtig viele –
unsere Antwort auf die braune Provokation am 17. November
Für Sonntag 17.11.19 haben PEGIDA NRW, Neonazis und sogenannte Bürgerwehren einen braunen Aufmarsch am Hauptbahnhof angekündigt – unter dem Motto .Gegen Terror & Gewalt‘. Perfide, wie hier die Zielscheiben und Opfer neofaschistischer Terrorakte zu bedrohlichen Tätern verdreht werden. Dieser erneute Versuch, mit Rassismus und völkischer Hetze wesentlichen Einfluss auf das Zusammenleben in Duisburg zu nehmen, muss auf den entschiedenen Widerstand aller demokratischen Kräfte und Menschen unserer Stadt stoßen. Mordanschläge von Neo-Nazis machen es unumgänglich, der aufgehenden Saat von Ausgrenzung, Hass und Gewalt heute und mit null Toleranz entgegen zu treten.
Die AfD ist der parlamentarische Schafspelz für den politischen Kurs von Gauland, Weidel, Kalbitz und Höcke. Sie und ihr rechtsextremes braunes, teils terroristisches Umfeld wollen Deutschland von Muslimen, Migranten und anderem .Volksfremdem’ reinigen. Das steckt hinter der Parole, die Gauland am Abend der letzten Bundestagswahl ausgab: „Wir wollen uns unser Land und unser Volk wieder zurückholen.“
Solche braune Demagogie schafft weder Wohlstand und Arbeitsplätze noch Sicherheit, Frieden und Völkerverständigung. Jede(r) sei – solange es noch Zeit ist – erinnert an das Leben und Sterben unter der faschistischen Nazi-Diktatur. Dass sich Geschichte nicht wiederholt, liegt in unserer Hand.
Wir rufen Sie/ Euch alle auf, mit uns gemeinsam am 17. November um 13 Uhr auf der Bahnhofsplatte ein unüberhörbares, lautes Zeichen für ein freundliches, buntes Duisburg zu setzen – in Toleranz, Solidarität und Weltoffenheit. Bringt Eure Instrumente, bringt Pauken und Trompeten, Kochtöpfe und -deckel und anderes Hörenswertes mit. Alle Eure Ideen für eine vielfältige und internationale Gesellschaft, in der es sich lohnt zu leben, sind gefragt.
DU + Wir – ist ein parteifreies Personenbündnis. Als Aktive und Initiatorinnen haben wir die Kulturdemo von DUISPUNKT+Wir am 1. Mai auf dem Hochfelder Markt organisiert. Man erreicht uns am 17.11. am Bühnenwagen.

Die Synode des evangelischen Kirchenkreises Duisburg verabschiedete am 15.11.2019 einstimmig folgende Erklärung:

Nach längerer Unterbrechung hat die rechtsradikale rassistische Organisation Pegida für Sonntag, den 17. November 2019, eine Demonstration in Duisburg angemeldet. Man könnte die Auffassung vertreten, dass der Aufmarsch von ein paar Dutzend, die zum großen Teil nicht einmal Duisburger sind, der Rede nicht wert ist. Die Evangelische Kirche in Duisburg vertritt diese Auffassung nicht.
Pegida steht wie andere neo-faschistische Organisationen in unserem Land dem sogenannten Flügel in der Partei Alternative für Deutschland nahe. Die öffentlich gepflegten feinen Unterscheidungen zwischen Rechtspopulismus, Nationalismus und Rechtsradikalismus können nicht darüber hinwegtäuschen, dass völkische und rassistische Umtriebe drauf und dran sind, wieder in der Mitte unserer Gesellschaft Platz zu greifen. Das ist mit unserem christlichen Glauben unvereinbar.
Die Evangelische Kirche in Duisburg stellt fest: Diese Leute und ihre Gesinnungsgenossen auf der Straße und in den Parlamenten sind keine ,besorgten Bürger’, sondern Hetzer, die den demokratischen Rechtsstaat zerstören wollen. Sie stehen nicht für die Interessen der ,kleinen Leute’, sondern für eine Ideologie, in der die Menschenwürde mit Füßen getreten wird. Dem überall und bei jeder Gelegenheit entgegenzutreten, ist die Pflicht aller Menschen guten Willens, gleich welcher politischen und religiösen Orientierung sie folgen.

Die Cubus Kunsthalle, die an der vermuteten Marschroute der Nazidemo liegt, veröffentlichte auf Facebook folgendes Statement:

Cubus Kunsthalle Duisburg · 14. November ·
Gestern bekam die cubus kunsthalle Besuch von einem besorgten Polizisten, der uns über den Aufmarsch rechter Demonstranten am 17.11.2019 in der Zeit von 14-18h informierte. Die Kundgebung beginnt auf dem Bahnhofsvorplatz und der Marsch führt über die Friedrich-Wilhelm-Str. Eine Gegendemonstration wurde auf dem Dellplatz angemeldet. Unverständlich, dass diese rechte Meinungsmache und Agitation in unserer Demokratie bei unserem geschichtlichen Hintergrund nicht verboten werden kann! Die cubus kunsthalle möchte ein Zeichen setzten und lädt alle Duisburger herzlich ein, am Sonntag ab 14 h in die cubus kunsthalle zu kommen, um gegebenenfalls dem grölenden braunen Sumpf etwas entgegen zu setzen. Künstler werden dazu aufgerufen sich künstlerisch zu positionieren. Darüber möchten wir gerne mit Besuchern einen Dialog führen. Kommt vorbei, der Eintritt ist frei.

Twitter: #du1711  #nonazisdu

Hafenstadt gegen Nazis

Impressionen vom Protest der Hafenstadt gegen den Nazi-Aufmarsch der Vereinigung „Die Rechte“ am ersten Mai 2019 in Wanheimerort.

Zwei Wasserwerfer, Düsseldorfer Straße, 1.5.2019, Foto (c) Hafenstaedter

Die Duisburger Polizei tat alles, um den  Nazis einen reibungslosen Marsch zu gewährleisten. Wenn Nazis die Zerschlagung der Gewerkschaften und die Nazimorde von 1933 feiern, sind die Demokraten Störer, die mit Wasserwerfern in Schach gehalten werden müssen.

Mahnwache der VVN-BdA, Fischerstraße, 1.5.2019, , Foto (c) Hafenstaedter

Eine Mahnwache der Duisburger Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) erinnerte an die von den Nazis ermordeten Wanheimerorterinnen und Wanheimerorter aus den Jahren 1932 und 1933 und an die ermordeten Gewerkschafter vom 2. Mai 1933.

Mahnwache Düsseldorfer / Wacholder Straße, 1.5.2019 , Foto (c) Hafenstaedter

Eine Mahnwache von Riseup an der Düsseldorfer Straße, Ecke Wacholderstraße, erinnerte u.a. an die Brandstiftung am 26. August 1984, bei der sieben Menschen um’s Leben kamen.

Hochfelder Markt, 1..5.2019, Duispunkt+Wir, Foto (c) Hafenstaedter.

Auf dem Hochfelder Markt veranstaltete Duisburg+Wir ein attraktives Kulturprogramm. Auf dem Foto sieht man den Auftritt des Jungen Ensembles Ruhr.

Bitte beachten Sie auch den Bericht auf Amore e rabbia: Wir sind mehr.

Abschleppwagen Düsseldorfer / Kulturstraße, 1.5.2019, Foto (c) Hafenstaedter.

Die Polizei räumte die geplante Demonstrationsroute der Nazis auf der Fliederstraße und der Eschenstraße von parkenden PKW, sehr zum Unwillen der genötigten Anwohnerinnen und Anwohner. Alle Durchgangsstraßen und die Straßenbahnlinien in Wanheimerort waren von der Polizei gesperrt.

Drohkulisse, Düsseldorfer / Kulturstraße, 1.5.2019, Foto (c) Hafenstaedter.

Die ca. 700 Teilnehmer des Riseup Protestes wurden schon seit ihrer Ankunft am Hauptbahnhof auf dem ganzen Weg nach Wanheimerort durch unverhältnismäßige polizeiliche Maßnahmen schikaniert. Hier sieht man einen  Wasserwerfer und eine Hundertschaft behelmter und vermummter Polizisten, die eine Drohkulisse schaffen sollten. Die zumeist jungen Demonstrantinnen und Demonstranten reagierten erstaunlich ruhig und gelassen und ließen sich nicht provozieren.

Anett Selle streamt live, Düsseldorfer / Kulturstraße, 1.5.2019, Foto (c) Hafenstaedter.

Die taz-Journalistin Anett Selle berichtete wieder einmal unermüdlich per Livestream von den Gegenprotesten. Vielen Dank dafür!

Bahnhof Hochfeld Süd, 1.5.2019, Foto (c) Hafenstaedter.

Auch bei der Abreise am Bahnhof Hochfeld Süd zeigten mehrere hundert Gegendemonstantinnen und -demonstanten den Nazis lautstark, dass sie in der Hafenstadt unerwünscht sind. Auch hier wieder die Drohung der Polizei mit Wasserwerfer und zahlreichen Behelmten gegen den friedlichen, demokratischen Protest.

Die offene NS-Verherrlichung und den Antisemitismus der von der Polizei geschützten Nazis dokumentiert ein Video des Jüdischen Forums (JFDA): „Wir sind damals wie heute Hitler-Leute“ – Antisemitische Tiraden bei Neonazidemo in Duisburg.

In einem der eingesetzten Fahrzeuge der Duisburger Polizei hatten Beamte einen Aufkleber der rassistischen „Identitären Bewegung“ angebracht. Dies wurde von Gegendemonstranten dokumentiert und führte zu einem kleinen Skandal, der eine Hausdurchsuchung in der Duisburger Polizeikaserne auslöste. Die Öffentlichkeit kann aber beruhigt sein. Der Aufkleber wurde inzwischen aus dem Fahrzeug entfernt.

Nazis nicht willkommen

Am ersten Mai wollen Nazis der Vereinigung „Die Rechte“ in Wanheimerort demonstrieren. Sie sind hier nicht willkommen.

 

S-Bahnhof Schlenk. Graffiti „1 Mai nazifrei !!!“ und „FCK NZS“. Foto 28.4.2019 (c) Hafenstaedter.

Treffpunkt der Nazis ist der romantische S-Bahnhof „Schlenk“ in Wanheimerort.

 

Zum Lith, Wanheimerort. Foto 28.4.2019 (c) Hafenstaedter.

Auf der Straße Im Schlenk hing die Vereinigung „Die Rechte“ Plakate zur Europawahl auf, die man nur als Ankündigung verstehen kann, Demokraten an der Laterne aufzuhängen. Außerdem: Werbung für die Spitzenkandidatin, einer inhaftierten  Nationalsozialistin und antisemitischen Holocaustleugnerin.

 

Fahrplanaushang Im Schlenk. Foto 28.4.2019 (c) Hafenstaedter.

Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG): „Demonstrative Aktionen am Mittwoch, 1. Mai, von ca. 12.00 bis 22.00 Uhr.“

Die DVG fährt die Haltestellen in der Nähe der Demonstrationsroute der Nazis nicht an. Straßenbahnen fahren nicht, Busse werden umgeleitet.

 

Absolutes Halteverbot in der Fliederstaße. Foto 28.4.2019 (c) Hafenstaedter.

Auf der Fliederstraße und der Eschenstraße, die parallel verlaufen und die Rheintörchenstraße mit der Kulturstraße verbinden, herrscht am 1. Mai ab 10 Uhr absolutes Halteverbot.

 

Blick Richtung Hochfeld. Foto 28.4.2019 (c) Hafenstaedter.

Ziel des Nazi-Umzugs soll der Bahnhof Hochfeld-Süd sein, ca. einen Kilometer entfernt vom Stadtteil Hochfeld.

Erster Mai 2019 in Duisburg

Dieser Blogeintrag wird laufend ergänzt.

Die Nazi-Truppe „Die Rechte“ hat einen provokativen Aufmarsch am 1. Mai 2019 in Duisburg-Wanheimerort angekündigt.

Graffito Böninger Park, Hochfeld: „053 Nazifrei. Fuck Cops. Fuck Nazis“. April 2019, Foto (c) Hafenstaedter.

 

14h Treffpunkt der Nazis S-Bahnhof Schlenk, Wanheimerort. Beabsichtigt ist ein Zug durch Wanheimerort, voraussichtlich zum Bahnhof Hochfeld-Süd.

Der Stadtteil Wanheimerort soll nach den Plänen der Polizei fast komplett abgeriegelt werden. Es ist zu befürchten, dass das Demonstrationsrecht der Gegendemonstranten stark eingeschränkt wird.

Das Recht der Nazis auf Verbreitung von Antisemitismus und Rassismus steht in Duisburg höher als das Demonstrationsrecht der Demokraten und die Interessen der Wanheimerorter.

 

Verschiedene Initiativen, u.a. Riseup und Duisburg stellt sich quer kündigten an, in Wanheimerort gegen die Nazis zu protestieren und sie gegebenenfalls zu blockieren.

 

Angekündigte Treffpunkte und Aktionen:

 

10 bis 18h: Das Kulturzentrum „47“ lädt ein zu einem  interkulturellen Frühstück auf dem Dellplatz.
https://www.facebook.com/events/2338295153119764/

 

ab ca. 13h: Mahnwache der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) in Wanheimerort vor der Fischerstr. 103 im Gedenken an die in den ersten Februartagen und am 2. Mai 1933 von den Nazis ermordeten Wanheimerorter und Hochfelder. Dazu gehören Katharine Sennholz, Wilhelmine Struth, Michael Rodenstock und Kurt Loer. Gedacht wird auch der auf dem Waldfriedhof beigesetzten Zwangsarbeiter und Kinder.
https://www.facebook.com/VvnBdaKreisDuisburg/posts/2126997587377547

 

ab 12h: Das Bündnis Duisburg stellt sich quer ruft auf zu einer Gegenkundgebung in Wanheimerort, Düsseldorferstraße, Ecke Fischerstraße in Duisburg- Wanheimerort.
https://www.facebook.com/Duisburg-stellt-sich-quer-611875952230130/

 

11.30h: Treffpunkt des Riseup-Bündnisses auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs Duisburg. Es soll gemeinsame Anreisen aus Dortmund, Bonn, Bochum, Köln, Hagen, Krefeld, Oberhausen, Gelsenkirchen, Essen, Witten, Düsseldorf, Koblenz und anderen Städten geben. Details finden Sie bei Riseup.

ab 11h: Kundgebung in Wanheimerort, Düsseldorfer Straße, Ecke Wacholderstraße.

ab 14.30h: („nach den Blockaden“) Hochfeld Pauluskirche. Riseup Kundgebung und Demonstration Richtung Stadtmitte/Hauptbahnhof unter dem Motto „1. Mai – Tag der Solidarität“.
https://twitter.com/riseupduisburg
https://www.facebook.com/RiseUp-Duisburg-288154011868911/

Auf Facebook verlinkte Riseup-Aktionskarte: https://we.tl/t-G0SaQCbtn4.

 

13-18h: Duispunkt+Wir organisiert eine Kultur-Demo der Freien Kulturszene auf dem Hochfelder Markt. Es werden noch Helferinnen und Helfer gesucht, die ab 10h beim Aufbau mit anpacken.
https://www.facebook.com/pages/category/Community/Duispunkt-798112923626076/

Duispunkt+Wir  benennt zusätzlich zwei Mahnwachen:
13.45 – 15.15h am Parkplatz des Waldfriedhofs, Düsseldorfer Str. und
15.15 – 16.30h am Bahnhof Hochfeld-Süd vor McFit.

„Die Rechte“ soll gegen 16 Uhr am Bahnhof Hochfeld-Süd eintreffen. Erfahrungsgemäß kann sich das erheblich verzögern. Da die Entfernung vom Hochfelder Markt nur etwa 1.100 Meter beträgt, wollen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kulturdemo die Mahnwache unterstützen, sobald die Nazis sich nähern.

 

Eine mir unbekannte anonyme Gruppe rief zunächst für 17h zu einer eigenen „revolutionären 1. Mai Demo“ auf.
https://erstermaiduisburg.wordpress.com/
Auf Facebook heißt es nun:
„Die revolutionäre 1. Mai Demo beginnt nach den Protesten gegen den Nazi-Aufmarsch um 16:30 Uhr am Bahnhof Hochfeld Süd. Die revolutionäre 1. Mai Demo wird sich danach der Demo „1. Mai Tag der Solidarität“ solidarisch anschließen.“
https://www.facebook.com/oatduisburg/photos/a.261658971219223/329363247782128/

 

Im Böninger Park in Hochfeld/Dellviertel und auf dem Michaelsplatz (Markt) in Wanheimerort finden öffentliche Maifeste statt.

 

Das Twitter Hashtag für den Tag ist #du0105.

 

Stand der Informationen: 24.5.2019, ergänzt 25.5.2019, 26.5.2019, 27.5.2019, 29.4.2019 und 30.4.2019.

Wahlkampf (6): Böse Wetter

Wahlplakat mit schwarzer Farbverzierung, Neudorf, Mai 2017

Da gibt sich einer als Prolet aus. Die rechte Hand der Grubenleitung seit über 26 Jahren. Jetzt verstehe ich, weshalb die Steiger bei den Bergleuten immer so verhasst waren.

Zentralrat

Aufkleber: „Zentralrat der Asozialen in Deutschland“. Neudorf 2017

Den Schwarzen Winkel mussten KZ-Häftlinge an ihrer Uniform tragen, die von den Nazis als sogenannte „Asoziale“ stigmatisiert und verfolgt wurden. Den Begriff und die Symbolik ungebrochen wieder aufzunehmen, ist problematisch. Dies könnte auch ein Nazi-Aufkleber sein. Aber es gibt tatsächlich eine (Künstler-) Initiative mit dem Namen „Zentralrat der Asozialen in Deutschland“, die sich für die Rehabilitierung und Entschädigung dieser Opfergruppe einsetzt.

„Hafenstadt hat Nazis satt“

 

SLRTribne
Foto: Blog „Zebras stehen auf!“

Ein schöner Gruß geht an die mir unbekannten Fußballfans, die im Wedau-Stadion beim Spiel gegen Dresden eine Parole hochhielten, die ich auch unterschreiben könnte: „Hafenstadt hat Nazis satt“.

Leute, macht weiter so, und lasst Euch nicht von den HoGeSa-Schlägertypen einschüchtern!

Das Foto stammt vom Blog Zebras stehen auf – MSV Fan-Initiative für ein Stadion ohne Rassismus & Diskriminierung.

Mehr Fotos gibt es hier…

8. Mai

Foto (c) Hafenstaeder 2014
Hochfeld, Rheinpark, Eisenbahnbrücke, Juni 2014

8. Mai 45 Tag der Unleserlich. Übermalte Naziparole. Die Eisenbahnbrücke zwischen Hochfeld und Rheinhausen wurde von den Nazis 1945 gesprengt. Sie wurde nach der Befreiung wieder aufgebaut.