Wieder da

Nach längerer Pause bin ich wieder da.

Ich bin ein Influencer, der keinen Wert auf Einfluss legt. Ich mache das hier in erster Linie für mich, und wer will darf zugucken.

Um eX-Twitter, Kachel-Insta und Zappel-Tiktock mache ich einen großen Bogen. Und auch Mastodon und Bluesky sind nur kleinere Übel. Also: feiern wir einen besonderen Digital Independence Day. Zurück zu den Wurzeln! Eine Mailbox ans Festnetztelefon zu hängen, ginge ein wenig zu weit. Aber das gute, alte Blog wiederzubeleben, ist vielleicht keine schlechte Idee.

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Duisburg ist eine Hafenstadt, weltoffen, gastfreundlich, solidarisch. Das hat Oberbürgermeister Josef Krings seinerzeit immer wieder gesagt. Deshalb kann es in Duisburg keine Nazis und keinen Rassismus geben. Das klang gut, aber wir mussten ihm widersprechen: Deshalb darf es in Duisburg keine Nazis und keinen Rassismus geben. Dafür muss man etwas tun. Man darf nicht die Augen davor verschließen, dass es in Duisburg Nazis und Rassismus gibt, und man muss alles dafür tun, sie klein zu halten und ihnen den Resonanzraum zu nehmen.

In diesem Blog habe ich immer die Auffassung vertreten, dass es zwei Duisburgs gibt. Einmal das offizielle Duisburg, zwischen Größenwahn und Minderwertigkeitskomplex, mit seinen Leuchtturmprojekten und seiner Mittelstands-Parallelgesellschaft, mit seinen unzähligen haarsträubenden Skandalen ohne Aussicht auf Besserung.

Es gibt aber auch ein Anderes Duisburg von unten, tolerant und solidarisch mit Hoffnung auf eine bessere Zukunft für alle, die nicht zu den Reichen gehören.

Leider können diese zwei Duisburgs nicht unabhängig voneinander existieren. Das mussten wir bei der erfolgreichen Verdunkelung der Verantwortung für die Loveparade-Katastrophe erfahren.

Aber wir erfahren es natürlich auch bei den bis heute andauernden Einsätzen der sogenannten Taksforce,  die Familien ohne Vorwarnung innerhalb von vier Stunden aus ihren Wohungen vertreibt und offene behördliche Gewalt gegen die ärmsten der Armen alltäglich werden lässt. (Die bei diesen Razzien regelmäßig angeführte angebliche „Gefahr im Verzuge“ ist dabei nur ein Joker, um den Schutz der Bürger im Rechtsstaat auszuhebeln.)

Das Andere Duisburg kann sich also nicht in seine Nischen zurückziehen. Ich werde uns aber auch nicht sagen, wo es langzugehen hat.

hafenstaedter

 

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