
Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen verlautete, der Irre von Neudorf
habe sich jetzt für 10 Euro blaue Filzstifte gekauft.

Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen verlautete, der Irre von Neudorf
habe sich jetzt für 10 Euro blaue Filzstifte gekauft.

Am 13. Juni 2009 kam die Revolution nach Hochfeld, zeigte sich von der Hafenstadt unbeeinduckt und blieb erstaunlicherweise auf ihrem Kurs.
Die „Bewegung gegen den Paragrafen 136“ (vergleiche Blogeintrag Auch unsere Nazis sind am doofsten ) hat wieder zugeschlagen.
Im Hochfelder Rheinpark beschmierte sie anlässlich des Tages der Befreiung feierlich eine Sitzbank, einen Papierkorb und ein Geländer.

Die Pimpfe und Maiden heißen ja eigentlich „Kemnas Junge Garde“, nennen sich jetzt aber NSBA, was unbeabsichtigt auf eine Affinität zum Reitsport hindeutet (das behauptet jedenfalls Google, und Google hat immer Recht).

Die nationalsozialistischen Künstler gestalteten ihre Graffiti so raffiniert, dass sie geradezu dazu herausfordern, sie mit wenigen Edding-Strichen zu verbessern. Das haben offenbar ein paar Jugendliche erkannt und in die Tat umgesetzt. Schön zu sehen, dass es auch in der Hafenstadt noch ein paar Gerechte gibt.

Auf dem Geländer der Rheinpromenade hinterließen die Jungnazis die Inschrift „8.Mai 1945 – Mord der Amis in Duisburg!“ Am 8. Mai 1945 war das Morden in der Hafenstadt schon einige Zeit beendet. Die Befreiung war am 12. April, und die Mörder hatten ihre Macht verloren. Und wer da wen umgebracht hat und warum, das können alte Hochfelderinnen und Hochfelder heute noch erzählen. Aber wer immer nur seinen Nazi-Opa fragt, begreift natürlich nix.
Seitdem herrscht in der Hafenstadt der demokratische Terror. Parkbänke mit der Aufschrift „Nur für Arier“ werden von der Meinungsdiktatur zensiert. Nazis leiden schrecklich unter der Political Correctness.
In Duisburg-Hochfeld veranstaltete die Polizei am Abend des 1. Mai eine
machtvolle Demonstration. Unter die Beamten mischten sich auch einige
Zivilisten, sie fielen aber in der Masse der Fahrzeuge und Fußsoldaten
kaum auf. Die Gruppe der sogenannten Komplementärbekloppten war
ebenfalls vertreten und zeigte tapfer das Sternenbanner, woraufhin ihre
Freunde freudig und originell skandierten, bei den USA handle es sich um
eine internationale Völkermordzentrale. Der Irre von Neudorf war auch da.
Forderung der „Nationalen Sozialisten – Bundesweite Aktion“, umrahmt mit Aufklebern der NPD-Jugend „Junge Nationaldemokraten“:

(DU-Hochfeld, Rheinpark, Oktober 2008 / Januar 2009)
Strafgesetzbuch
§ 136 Verstrickungsbruch, Siegelbruch
(1) Wer eine Sache, die gepfändet oder sonst dienstlich in Beschlag genommen ist, zerstört, beschädigt, unbrauchbar macht oder in anderer Weise ganz oder zum Teil der Verstrickung entzieht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer ein dienstliches Siegel beschädigt, ablöst oder unkenntlich macht, das angelegt ist, um Sachen in Beschlag zu nehmen, dienstlich zu verschließen oder zu bezeichnen, oder wer den durch ein solches Siegel bewirkten Verschluß ganz oder zum Teil unwirksam macht.
(3) Die Tat ist nicht nach den Absätzen 1 und 2 strafbar, wenn die Pfändung, die Beschlagnahme oder die Anlegung des Siegels nicht durch eine rechtmäßige Diensthandlung vorgenommen ist. Dies gilt auch dann, wenn der Täter irrig annimmt, die Diensthandlung sei rechtmäßig.
(4) § 113 Abs. 4 gilt sinngemäß.
Aber wer weiß, – vielleicht hat das einen tieferen Sinn, und die Kameraden wollten ihrer Verbundenheit mit Herrn Kemna und Herrn Voigt Ausdruck verleihen. Schließlich heißt ihre Ehre ja Treue.